Sonos Play:5 – Der Beste aus der Play Reihe?

Erst kürzlich haben den Sonos Play:1 genauestens unter die Lupe genommen. Nun nehmen wir uns das andere Ende der Play-Reihe vor. Es geht also dem Sonos Play:5 an den Lautsprecher-Kragen. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 579 Euro kostet ein Sonos Play:5 mehr als das Doppelte des Play:1. Natürlich sind seine Ausmaße ebenfalls um ein Vielfaches größer und die seine Feature-Liste ist länger. Die Frage ist also, ob Sonos euch mit dem Play:5 ein ähnlich gutes Geschäft in Aussicht stellt oder ob ihr euch lieber mit ausreichend Play:1 oder gar Konkurrenzprodukten eindeckt. Der Sonos Play:1 lockt mit seinen kompakten Ausmaßen als flexibler, kleiner, kabelloser Lautsprecher mit gutem Klang. Zudem bietet er in Kombination mit einem Weiteren Play:1 sogar Stereo-Sound. Der Play:5 kommt selbst bereis mit 6 eingebauten Lautsprechern, im Vergleich beachtlichen Ausmaßen und richtet sich an Audiophile, die sich einfache Bedienung und guten Ton auch mal etwas kosten lassen.

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Legen oder stellen, die neue Form von Freiheit

Bereits die Tatsache, dass unsere Testgeräte nicht, wie es beim Play:1 gewesen ist, in einem Paket gekommen sind, ließ unsere Aufmerksamkeit in die Höhe schnellen. Erneut erfreute uns der Verzicht auf zu viel Verpackungsmaterial und die damit verbundene clevere Verpackungs-Lösung. Ausgepackt machen unsere zwei Play:5 schon einiges her. Während wir die Version mit weißem Kasten und schwarzer Front erhielten, gibt es erneut euch eine komplett schwarze Alternative. Das Design gefällt und dank kleiner Löcher sieht die Lautsprecher-Front beinahe wie eine geschlossene Fläche aus. Laut Sonos handelt es sich stattdessen um 60.000 kleine Auslassungen. Wir haben dies dem Hersteller einfach mal geglaubt, ohne selbst nach zu zählen. Gummierungen an den langen und kurzen Seiten deuten bereits darauf hin, dass ihr den Sonos Play:5 legen oder stellen könnt. Das erleichtert die Wahl des Standortes. Auch in unserem Test kam uns diese Möglichkeit bei der Nutzung als Stereo-Paar sehr entgegen.

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Gewohnte Sonos Steuerung mit neuen Akzenten

Solltet ihr bereits ein Sonos Produkt euer Eigen nennen, wird euch auch die Steuerung des Play:5 leicht von der Hand gehen. Die Familie greift schließlich auf die gleiche unkomplizierte App-Steuerung und die selbe Verbindungstechnik zurück. Dementsprechend schnell haben wir auch unser neues Setting eingerichtet. Die App leitet euch Schritt für Schritt durch den Einrichtungs-Prozess. So seid ihr bereits in wenigen Minuten startklar. Wenn die Boxen also größeren Ansprüchen genügen müssen, trifft das bei Sonos glücklicherweise nicht gleichzeitig auch auf den Benutzer zu. Im Gegensatz zu den Tasten des Play:1 gibt es auf der Rückseite einen Button, den ihr für die Verbindung benötigt und auf der Oberseite habt ihr ein Touch Panel. Selbst Sonos-Neulinge und technisch weniger versierte Nutzer werden diese Einfachheit zu schätzen wissen. Zusätzlich zum Streaming von Musik über einen Medien-Server, Spotify-Premium oder andere Dienste, steht euch ein Audio-Eingang zur Verfügung. Ihr seid also noch flexibler, was externe Quellen angeht.

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Ist das schon alles?

In dem Preissegment wäre eine zusätzliche Verbindungsmöglichkeit wie Bluetooth oder ein optischer Digital-Eingang wirklich nicht zu viel verlangt gewesen. Natürlich wird die Komplexität durch bis zu zwei weitere Quellen erhöht. Dennoch sollte die Steuerung dank des guten Bedienkonzepts noch immer kinderleicht von der Hand gehen. Soviel also zu dem was nicht vorhanden ist. Womit kann der Sonos Play:5 jedoch technisch aufwarten? Auf der Habenseite stehen sechs Klasse D Verstärker. Drei Hochtöner und drei Mitteltöner sollen für glasklaren und gleichzeitig kraftvollen Sound sorgen. Untergebracht sind sie in Ausmaßen von 203 x 364 x 154 mm bei einem Gewicht von über 6,3 Kilo. Die Touch-Steuerung sorgt in Verbindung mit der Kontrollleuchte dafür, dass das Design ohne Unterbrechungen durchgesetzt werden kann. Beides lässt den Lautsprecher hochwertiger wirken. Insgesamt sieht der Play:5 also nicht nur gut aus. Er sollte zudem auch akustisch überzeugen können. Hat er uns denn überzeugt?

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Aller guten Dinge sind Sonos Play:5?

Wir haben den Sonos Play:5 sowohl einzeln als auch als Stereo-Paar getestet und uns sind viele positive Dinge aufgefallen. Zunächst ist er nicht so Bass-lastig wie der Play:1. Wer mehr Bass möchte, kann diesen übrigens via Equalizer ergänzen. Wir haben diese Tatsache jedoch nicht als störend empfunden, da der Ton unseres Erachtens der Quelle eher gerecht wird, als der des Play:1. Gerade bei letzterem haben wir bemängelt, dass dieser den Klang nicht ganz ausgewogen dargestellt hat. Dieses Problem bringt der Play:5 nicht mit. Stattdessen überzeugt er mit einem wirklich tollen Klang, der verschiedensten Musikrichtungen von Melodic Metal bis Klassik gerecht wird. Die Verbindung von tollem Sound und flexibler Aufstellung bringt Sonos mit diesem Lautsprecher auch dank Feuchtigkeitsschutz auf die Spitze. Wir hatten keinerlei Verbindungsprobleme oder technische Schwierigkeiten. Stattdessen haben wir verschiedenste Arten von Musik und andere Sound-Quellen genossen. Allerdings darf man das bei einem Preis von 579 Euro auch erwarten.

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Unser Fazit zum Sonos Play:5 Wireless Multiroom Lautsprecher

Der Sonos Play:5 ist bei Größe und auch Sound eine Wucht. Er gibt das Quellmaterial klar und originalgetreu wieder und lässt durch den Equalizer noch eigene Modifikationen zu. Das Bedienkonzept ist einfach und das Setup geht leicht und schnell von der Hand. Die Aufstellung könnte flexibler kaum sein. Weniger flexibel sind seine Einsatzmöglichkeiten, wobei diese im Vergleich zum Play:1 dank des Audio-Eingangs schon etwas zahlreicher geworden sind. Wenn ein Play:1 Besitzer fragt, ob sich das Upgrade zum Play:5 lohnt, hängt unsere Antwort von vielen Faktoren ab. Wie groß ist der Raum, der beschallt werden soll? Wie wichtig ist die Stereo-Fähigkeit eines einzelnen Play:5 und wie viel Geld steht zur freien Verfügung? In den meisten Fällen ist sicherlich der Play:1 eine gute Wahl. Der Play:5 bringt jedoch für insgesamt 579 Euro ein paar gute Zusatz-Funktionen und eine Menge mehr Wucht mit. Wer also einen größeren Raum beschallen will oder nicht jeden Euro einzeln umdrehen muss, hat mit dem Sonos Play:5 eine tolle Option.


Wollt ihr auch mal etwas hören, ohne gleich eure Nachbarn zu verschrecken, werft gerne einen Blick auf das Teufel CAGE Headset, das uns im Rahmen eines Koch-Events vorgestellt wurde. Natürlich bietet sich ebenfalls ein Blick auf den Play:1 an. Solltet ihr mehr in Richtung Gaming oder Heimkino denken, haben wir ebenfalls Teufel Concept E 450 digital und seinen kleinen Bruder für euch bewertet.

Für den Fall, dass ihr euch in den Sonos Play:5 oder seinen kleinen Bruder verliebt habt, werft gerne einen Blick auf den unten eingebundenen Amazon-Link. Eine Bestellung über diesen Link unterstützt uns direkt und bringt keine Nachteile für euch mit. Natürlich dürft ihr von dort auch auf das ganze Sortiment des Online-Händlers zugreifen.

Christian Sengstock

Ich liebe es, dank Games und anderen Bereichen des Entertainments in neue Welten abzutauchen und mich von aktueller Technik begeistern zu lassen. All dies mit euch zu genießen, ist der Antrieb hinter Gamer's Potion.

4 Gedanken zu „Sonos Play:5 – Der Beste aus der Play Reihe?

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  • 9. Oktober 2017 um 11:33
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    Servus Christian,
    ich bewundere deine Art zu schreiben und dein fundiertes, technisches Wissen.
    Bin selber glücklicher Besitzer des SONOS Play1 und möchte gerne upgraden, da ich von den SONOS Geräten mega überzeugt bin.
    Allerdings kommt ja demnächst, wie du wahrscheinlich mitbekommen hast, der SONOS One raus mit Sprachsteuerung, etc.
    Lohnt es sich diesbezüglich noch auf SONOS Play5 upzugraden oder ist der Kauf dann vom SONOS One sinnvoller?
    Könntest du mal einen Artikel dazu verfassen?

    Danke und lg Piet

    Antwort
    • 9. Oktober 2017 um 19:47
      Permalink

      Lieber Piet,

      vielen lieben Dank für die lobenden Worte. Für den Sonos Play One stehen wir aktuell auf der Warteliste.

      Leider kann ich dir zur Qualität des Lautsprechers daher aktuell noch nichts sagen. Ich tue mich immer schwer dabei, etwas zu bewerten, was ich nicht selbst gehört, gefühlt und gesehen habe. Wenn du mit dem bisherigen Play:1 zufrieden bist, empfehle ich dir erstmal unseren Test zum Play One abzuwarten. Gerne kann ich mich, wenn unser Review näher rückt, bei dir melden.

      Solltest du noch Fragen zum Play:5 haben, schreib mich gerne bei Facebook an. Solltest du allerdings keinen größeren Raum beschallen wollen, oder mehr Power brauchen, würde ich dir vom „großen Bruder“ erstmal abraten.

      Liebe Grüße

      Christian

      Antwort

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