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Gamescom 2017 – EA Original Fe in unserer Preview

Bereits als die Einladung zur Pressevorführung von Fe bei uns eingetrudelt ist, hatten wir die Hoffnung, dass EA die eigene Originals Sparte weiterhin dafür nutzt, uns beeindruckende Spielerlebnisse abseits von typischen AAA Blockbuster-Games wie Star Wars Battlefront II, Need for Speed Payback und Battlefield zu bieten. Bereits auf der diesjährigen E3 hat der Publisher-Riese uns mit A Way Out eindrucksvoll gezeigt, wie viel Kraft in der Zusammenarbeit mit kleineren Studios steckt. Schon als wir den Vorführraum von Fe mit seinem gedämmten Licht und der sanften, farbenfrohen Beleuchtung betraten, wussten wir, dass unsere Hoffnung begründet war. Es war, als passierten wir eine Schwelle vom Stress und dem Trouble der Gamescom hin in eine ganz andere, viel ruhigere Welt. Eine Welt, die wir in den darauf folgenden Minuten besser kennen lernen durften. Was wir erlebten, möchten auch wir euch in den kommenden Zeilen näher bringen.

Fe Electronic Arts Gamescom 2017 Preview 1

Übernehmt die Kontrolle von Fe und erkundet eine ganz neue Welt

Fe soll ein ganz besonderes Gefühl vermitteln. Stellt euch vor ihr seid ein Kind und geht zum ersten Mal in einen tiefen Wald. Niemand schreibt euch einen Weg vor oder erklärt euch etwas. Stattdessen bildet ihr eure eigenen Geschichten zu den Dingen und lernt sie kennen. Ihr begegnet Lebewesen, entdeckt Pflanzen, die ihr zuvor noch nie gesehen habt und erlebt eure eigenen fantastischen Geschichten. Ihr seid Geschichtenerzähler und Hauptprotagonist zur gleichen Zeit. Genau dieses Gefühl soll euch auch Fe vermitteln. So schlüpft ihr in das Wesen Fe, welches ein Teil dieser Welt ist. Eine Welt, die in wunderschönen Farben erstrahlt und in ihrer eigenen Sprache spricht. Eine Sprache, die alle Wesen und Pflanzen der Welt verstehen – Töne. Während ihr euch zu Beginn noch nicht mit jedem Wesen verständigen könnt, erweitert ihr euer Repertoire schnell. Dies geschieht dadurch, dass ihr gutes tut und dafür belohnt werdet.

Lernt die Sprache der Welt und euch selbst kennen

In Fe lernt ihr nicht nur die Welt kennen. Selbst von euch wisst ihr nichts, da ihr zu Beginn einfach in der zusammenhängenden Umgebung des Spiels erwacht. Ihr kennt keine Aufgabe, keinen Namen und begebt euch in ein unbekanntes Abenteuer. Währenddessen lernt ihr euch, neue Sprachen und die Gesetze des traumhaften Schauplatzes kennen. Das ganze verläuft jedoch alles andere als linear. Ihr sollt erkunden, entdecken und genießen. Ihr werdet selbst wissen, wann es an der Zeit ist, einen bereits besuchten Ort erneut zu sehen. Es gibt zwar dezente Hilfsfunktionen aber Fe verzichtet bewusst auf eine Karte oder Ähnliches. Mit der Zeit lernt ihr neue Arten der Fortbewegung und erreicht so Orte, die ihr zuvor nicht erreichen konntet. Das wichtigste Feature für euer Vorankommen ist es, eine Verbindung zu den Wesen der Welt aufzubauen. Werdet ein Freund der Lebewesen und helft euch gegenseitig.

Nicht alle Lebewesen wollen eure Freunde werden

Freundschaft ist eine zweiseitige Verbindung. Dies ist auch in Fe nicht anders. Wollt ihr also eine Verbindung zu einem Lebewesen aufbauen, müsst ihr seine Sprache sprechen. Die Kommunikation funktioniert wie bereits erwähnt durch Töne. Diese Töne passen hervorragend in den sanften Soundtrack und den Aufbau von Fe. Während es friedfertige Tiere wie Vögel, Rehe oder andere Kreaturen gibt, lernt ihr allerdings auch Raubtiere, die euch nicht so positiv gesinnt sind, kennen. Sie wollen nicht eure Freunde werden und zeigen euch das auch. Eine Bedrohung für die Welt sind sie jedoch genau so wenig, wie die Raubtiere unserer Welt. Die Bedrohung kommt in Fe aus einer ganz anderen Richtung. Die Geräuschlosen bedrohen die ansonsten musikalische Welt und ihre Bewohner. Es ist an euch zu erfahren, welche Rolle ihr im Widerstand gegen ihre Machenschaften spielt und was sie beabsichtigen. So kritisch das klingt, sind die Geräuschlosen am ehesten mit den Menschen gleichzusetzen.

Das Gameplay-Konzept scheint alles richtig zu machen

In der Gameplay Demo zum Spiel, das Anfang 2018 für PlayStation 4, Xbox One und PC erscheint, haben wir gesehen, wie man sich mit Wesen befreundet, einige Rätsel der Welt löst und wie verschiedene Arten der Fortbewegung aussehen. Dabei konnten wir einen guten Eindruck zum Gefühl gewinnen, das Fe vermittelt. Wir waren neugierig, wollten die Welt am liebsten selbst erkunden und freuen uns auf den Titel. Wenn sich unser erster Eindruck bewahrheitet, könnte es dem EA Original sogar gelingen, geliebte Titel wie Journey zu überflügeln. Ganz beeindruckend waren auch die Momente in denen wir auf riesige Wesen der Welt gestoßen sind, die sich mit ihrer Imposanz nicht vor den Kolossen von Shadow of the Colossus verstecken müssen. Nur dürfen wir hier den pazifistischen Weg gehen und ihren helfen. Eine viel befriedigendere Aufgabe. Mehr als befriedigend war für uns das gesamte Fe Erlebnis.

Unser Fazit zu Fe

Natürlich haben wir nur kleine Ausschnitte des Spiels gesehen. Dennoch scheuen wir uns nicht, eine klare Prognose abzugeben. Diese Prognose kann nichts anderes sein, als die Bitte, den Titel im Auge zu behalten. Er greift die Atmosphäre geliebter Spiele wie Shadow of the Colossus oder Journey auf und kreiert dabei eine ganz eigene Welt mit eigenen Mechaniken und Gefühlen. Die Games, die es wirklich vermögen unseren Spieltrieb direkt anzusprechen, ohne zunächst die Effektkeule auszupacken, werden immer seltener. Umso erfrischender, dass EA kleinen Studios mit Potenzial unter die Arme greift. So entsteht ein grafisch bezauberndes Werk in dem man sich verlieren kann. Das Entdeckergeist und das Bedürfnis gut zu sein und richtig zu handeln fördert. Wir waren froh einen Einblick in dieses Werk erhalten zu haben und schauen uns nun nochmals den tollen Trailer an und schwelgen dabei in unseren Gamescom Erinnerungen.


Solltet ihr gerne noch weitere Gamescom Eindrücke von uns aufgreifen wollen, verpasst nicht unsere Previews zu Need for Speed Payback, Star Wars Battlefront II. Einen guten Eindruck hinter die Kulissen verraten unsere Gamescom Tagebücher.

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