
Gamer's Potion · Unabhängiger Klemmbaustein-Test
Mattels Custom ’68 Camaro ist eine kleine Kampfansage in leuchtendem Grün. Für rund 13 Euro habe ich mir während der Prime Days ein Set gesichert, das nicht nur mit seinem fertigen Fahrzeug beeindruckt: Mattel legt außerdem einen passenden Hot-Wheels-Die-Cast, eine Metallplakette, alternative Radkappen und einen optionalen Rennsport-Stickerbogen bei. Beim Bauen wurde mir schnell klar, dass hinter Brick Shop deutlich mehr steckt als eine hübsche neue Verpackung.
Ich habe den Camaro inzwischen fertiggestellt, fotografiert und mit seinem kleinen Metallbruder verglichen. Der Bau verlief angenehm unkompliziert, das Ergebnis sieht für mich sogar besser aus als auf den Produktbildern. Warum ich dem Set zum zuletzt beobachteten Angebotspreis von rund 17,50 Euro 9 von 10 Punkten gebe und weshalb ich trotzdem nicht vorbehaltlos zur unverbindlichen Preisempfehlung greifen würde, erfahrt ihr hier.
Transparenz: Das Modell wurde von mir selbst gekauft und nicht als Testmuster zur Verfügung gestellt. Der im Artikel mit einem Sternchen (*) gekennzeichnete Amazon-Link ist ein Affiliate-Link. Bei qualifizierten Käufen kann Gamer's Potion eine Provision erhalten, ohne dass sich der Kaufpreis für euch erhöht.
Ein ungewöhnlich umfangreiches Gesamtpaket
Schon beim Blick auf den Lieferumfang lässt Mattel wenig Zweifel daran, dass hier ein besonderes Fahrzeug entstehen soll. Neben den 289 Klemmbausteinteilen für den Custom ’68 Camaro gehören eine Hot-Wheels-Metallplakette, zwei Varianten für die Radgestaltung, ein Aufkleberbogen und ein exklusives passendes Die-Cast-Modell im Maßstab 1:64 zum Set. Der Camaro aus Klemmbausteinen ist im Maßstab 1:32 gehalten.
Ich war bislang vor allem die Formate der LEGO Speed Champions und die größeren 12GO-Fahrzeuge gewohnt. Mattel trifft mit dem Camaro für mich einen bemerkenswert angenehmen Mittelweg: kompakt genug für einen kurzweiligen Bau, aber groß genug, um eine charaktervolle Karosserie und spielbare Details unterzubringen.
Dass das Set offiziell rund 25 Euro kostet, wirkt angesichts der Ausstattung zunächst fair. Noch interessanter wird der Camaro allerdings im Angebot. Meinen Prime-Day-Kaufpreis von etwa 13 Euro halte ich für außergewöhnlich gut. Zuletzt konnte ich das Set für etwa 17,50 Euro finden. Auf dieses Preisniveau bezieht sich auch meine abschließende Bewertung.
Bauerlebnis: Mattel zeigt, dass es Klemmbausteine kann
Der Aufbau hat mir von Anfang bis Ende sehr viel Spaß gemacht. Die Anleitung ist verständlich und führt problemlos durch die einzelnen Schritte. Besonders sympathisch: Mattel verzichtet nicht auf eine kurze Information zum automobilen Vorbild. Man baut also nicht einfach nur ein grünes Auto, sondern bekommt gleich etwas von seiner Hot-Wheels-Geschichte mit.
Die Bauzeit empfand ich als vergleichbar mit einem LEGO Speed Champions Set. Eine genaue Stundenzahl habe ich nicht gemessen. Der Bau ging zügig von der Hand, ohne dass er dadurch belanglos geworden wäre. Im Vergleich zum stellenweise anspruchsvollen Mould King 10166 aus unserem Test ist der Camaro ein deutlich entspannteres Projekt.
Auch hinter der Marke steckt Erfahrung: Brick Shop ist zwar eine jüngere Produktlinie, doch Mattel ist im Klemmbausteinsegment keineswegs neu. Mit MEGA besitzt der amerikanische Spielwarenkonzern eine etablierte Marke, die unter anderem Pokémon-Modelle anbietet. Wer sich unabhängig davon für Pokémon aus Klemmbausteinen interessiert, findet bei uns außerdem einen eigenen Test zu LEGO Pokémon SMART Play. Dabei handelt es sich ausdrücklich um LEGO-Sets, nicht um Modelle von MEGA.
Teilequalität: Guter Halt, kräftiges Grün und eigene Prägung
Bereits die Steine haben mich überzeugt. Ihre Klemmkraft ist ausgesprochen gut, die Teile sitzen sicher und die Farbqualität gefällt mir. Besonders das kräftige Grün macht den Camaro zu einem echten Hingucker. Mattel setzt hier auf eine mutige Farbe, die perfekt zum Muscle-Car-Charakter passt.
Ein kleines Detail sorgt bei mir zusätzlich für Freude: Die Bausteine tragen eine eigene Mattel-Prägung. Gerade bei einem Unternehmen, das seine eigene Bausteinwelt etablieren möchte, finde ich das konsequent. Aus der Prägung allein lässt sich natürlich nicht ableiten, wo die Teile tatsächlich produziert werden.
Die stabile Konstruktion zeigt sich auch nach dem letzten Bauschritt. Der Camaro lässt sich über den Tisch fahren, ohne dass ständig Bauteile abfallen. Wer das Fahrzeug lieber ausstellt, bekommt gleichzeitig ein Modell, das auch in der Vitrine hervorragend wirkt.
Formgebung: Sonderteile genau dort, wo sie hingehören
Mattel erreicht mit relativ wenigen Teilen eine überraschend überzeugende Fahrzeugform. Das funktioniert auch deshalb so gut, weil der Hersteller spezielle Formteile gezielt einsetzt. Bei der charakteristischen Heckpartie, der Frontscheibe und den individuell gestalteten Rädern sind diese Elemente sinnvoll. Der eigentliche Aufbau bleibt dennoch klar als Klemmbausteinbau erkennbar.
Verglichen mit manchen COBI-Fahrzeugen, die wesentlich stärker auf spezialisierte Formteile setzen, bewegt sich Mattel für mich angenehm nah an der klassischen Klemmbausteinidee. Das Modell verliert seinen baubaren Charakter nicht zugunsten einer vollständig vorgefertigten Karosserie.
Die Proportionen überzeugen mich genauso wie Front und Heck. Das gilt umso mehr, weil das echte Modell für meinen Geschmack deutlich ansprechender aussieht als die offiziellen Produktbilder. Die grüne Lackierungswirkung, die markante Linienführung und die sportlichen Details ergeben zusammen ein stimmiges kleines Muscle-Car.
Innenraum und Funktionen: Spielen ausdrücklich erlaubt
Der Innenraum ist dem Maßstab entsprechend eher rudimentär gehalten. Das empfinde ich allerdings nicht als Mangel: Für ein vergleichsweise kleines Fahrzeug aus Klemmbausteinen reicht die Gestaltung aus. Besonders erfreulich finde ich die bedruckten Cockpit-Bauteile. Solche Details müssen nicht erst durch Aufkleber ergänzt werden.
Der Camaro bietet Platz für LEGO-Minifiguren beziehungsweise Figuren ähnlicher Größe. Gerade diese Kompatibilität macht ihn als Spielmodell reizvoll. Die Türen lassen sich öffnen, das Lenkrad ist drehbar und die Räder rollen zuverlässig. Eine über das Lenkrad betätigte Lenkung ist damit nicht gemeint.
Die Türen sind für mich ein kleiner, aber schöner Vorteil gegenüber vielen LEGO Speed Champions. Darüber hinaus bleibt der Funktionsumfang auf das Wesentliche beschränkt. Für die Fahrzeuggröße und den Preis finde ich das absolut in Ordnung. Der Camaro kann sowohl bespielt als auch ausgestellt werden.
Prints statt Stickerpflicht: Das Beste aus beiden Welten
Einer meiner größten Pluspunkte betrifft die Gestaltung. Der Camaro sieht bereits ohne einen einzigen Aufkleber vollständig aus. Die wesentlichen Fahrzeugdetails sind bedruckt. Wer die klare, elegante Grundgestaltung mag, kann den Wagen deshalb einfach so lassen, wie er ist.
Mattel legt trotzdem einen Stickerbogen bei. Damit lässt sich der Camaro auf Wunsch stärker in Richtung Rennwagen gestalten, unter anderem mit Sponsorenmotiven, einer Startnummer nach eigener Wahl und einem Schriftzug auf der Frontscheibe. Alternative Radkappen beziehungsweise Felgengestaltungen erweitern die Auswahl zusätzlich.
Ich habe keinen einzigen Aufkleber verwendet. Trotzdem begrüße ich ihren Lieferumfang ausdrücklich. Käuferinnen und Käufer erhalten die Freiheit, selbst über den Stil des Fahrzeugs zu entscheiden. Ein fertiges Modell ohne Stickerzwang und zusätzliche Dekorationen für alle, die es auffälliger mögen: So sollte Individualisierung funktionieren.
Ein kleiner Hot-Wheels-Bruder mit eigener Persönlichkeit
Zum Set gehört außerdem ein exklusiver Hot-Wheels-Die-Cast im Maßstab 1:64. Für mich wäre das kleine Metallauto allein kein Kaufgrund gewesen. Dennoch hat es das Gesamtpaket spürbar bereichert.
Vor allem steckt darin ein selbstbewusster Gedanke: Mattel liefert gleich die Möglichkeit, den Camaro aus Klemmbausteinen direkt mit einem kleineren Metallmodell zu vergleichen. Bei der überzeugenden Formtreue des großen Modells funktioniert dieser Vergleich ausgesprochen gut.
Der kleine Camaro ist ebenfalls detailreich umgesetzt und eignet sich sogar noch besser zum Spielen als der robuste Klemmbausteinwagen. Für mich wurde er außerdem zu einer eigenen kreativen Hauptfigur: Ich habe ihn für zusätzlichen TheBrickBang-Content fotografiert. Beide Modelle nebeneinander sind ein starkes Motiv, das den Größenunterschied ebenso zeigt wie die gemeinsame Designsprache.
Die ebenfalls beiliegende Hot-Wheels-Metallplakette rundet das Sammlerpaket ab. Für mich liegt die Stärke dieser Extras weniger in einem einzelnen Zubehörteil als in ihrer gelungenen Kombination.
Was ich mir für eine perfekte Zehn wünschen würde
Das Set hat mich beinahe auf ganzer Linie überzeugt. Für die absolute Höchstwertung erwarte ich allerdings ein Modell, das auch bei den kleinsten Details möglichst wenig Wünsche offenlässt.
Unabhängig von den Kosten fände ich nach hinten verstellbare Sitzlehnen reizvoll. Darüber hinaus wünsche ich mir stellenweise noch hochwertigere Metallic-Elemente. Mattels Flat Silver wirkt bereits deutlich besser als gewöhnliches Grau. An einzelnen Stellen könnten echte Metallic-Oberflächen den Gesamteindruck aber noch steigern.
Langfristig wäre für mich auch eine eigene, auf die Fahrzeugwelt abgestimmte Figurenlösung interessant. Damit könnte Mattel Brick Shop noch etwas mehr Eigenständigkeit entwickeln. Für den kleinen Camaro sind das jedoch eher anspruchsvolle Zukunftswünsche als echte Kaufhindernisse.
Preis-Leistung: Mein 13-Euro-Deal und die Empfehlung bei 17,50 Euro
Für rund 13 Euro war der Camaro ein fantastischer Kauf. Auch der von mir zuletzt beobachtete Angebotspreis von etwa 17,50 Euro ist angesichts der 289 Teile, der guten Prints, des Die-Casts, der Metallplakette und des Zubehörs äußerst attraktiv.
Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt ungefähr 25 Euro und liegt damit nach meiner Einordnung unter dem Preis vieler LEGO Speed Champions, obwohl Mattel einen besonders umfangreichen Lieferumfang bietet. Trotzdem würde ich bei 25 Euro zuerst nach Angeboten schauen: Mattel Brick Shop bietet mehrere Fahrzeugklassen an, und teilweise sind größere Modelle im Preis reduziert.
Das schmälert die Qualität des kleinen Camaros nicht. Es bedeutet lediglich, dass ich seinen größten Reiz derzeit im Angebot sehe. Meine 9-von-10-Punkte-Wertung bezieht sich ausdrücklich auf etwa 17,50 Euro. Die rund 13 Euro, die ich selbst bezahlt habe, waren ein besonders glücklicher Fund.
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Für wen eignet sich der Camaro?
Man muss kein eingefleischter Camaro-Fan sein, um mit diesem Modell Freude zu haben. Wer Autos, Klemmbausteine oder Hot Wheels mag, bekommt hier einen ausgesprochen zugänglichen Einstieg in die Welt von Mattel Brick Shop.
Der unkomplizierte Aufbau macht das Set auch für weniger erfahrene Baumeister interessant. Die stabile Konstruktion und der passende Die-Cast sprechen wiederum für einen hohen Spielwert. Sammler erhalten ein optisch überzeugendes Modell, das im Regal ebenso gut funktioniert.
Mattel bietet zudem größere und aufwendigere Fahrzeugmodelle an. Ich erwarte von diesen noch mehr Details und teils hochwertigere Materialien, habe allerdings bislang noch keines dieser größeren Sets selbst gebaut. Ob sich meine Erwartungen bestätigen, bleibt also offen. Nach diesem gelungenen Einstieg bin ich jedenfalls neugierig.
Fazit: Ein grüner Überraschungserfolg mit 9 von 10 Punkten
Der Mattel Brick Shop Custom ’68 Camaro ist für mich eine rundum erfreuliche Premiere. Der Bau hat Spaß gemacht, die Anleitung ist gut, die Klemmkraft überzeugt und das mutige Grün lässt den Wagen aus der Masse herausstechen. Die Proportionen stimmen, Front und Heck wirken gelungen und selbst beim Spielen bleibt die Konstruktion stabil.
Die eigentliche Überraschung ist aber das Gesamtpaket. Ein vollständig gestaltetes Fahrzeug mit Prints, frei wählbaren Rennaufklebern, alternativer Radgestaltung, Metallplakette und einem passenden Hot-Wheels-Die-Cast ist in dieser Preisklasse keineswegs selbstverständlich.
Für eine perfekte Zehn hätte ich gerne noch mehr echte Metallic-Elemente, eventuell bewegliche Sitzlehnen und langfristig eine eigenständige Figurenlösung gesehen. Doch das sind hohe Ansprüche. Wirklich gravierende Mängel habe ich bei diesem Modell nicht festgestellt.
Meine Bewertung
Hervorragend zum Angebotspreis. Ein überzeugender, stabiler Camaro mit tollem Bauspaß, hochwertiger Gestaltung und außergewöhnlich umfangreichem Lieferumfang.
Bewertungsgrundlage: ca. 17,50 € · Eigenkauf: ca. 13 € · UVP: ca. 24,99 €
Mein Urteil: Wer den Camaro für weniger als 20 Euro bekommt, sollte ihn sich genauer anschauen. Bei rund 25 Euro lohnt sich zuvor ein Blick auf reduzierte größere Brick-Shop-Modelle. So oder so beweist Mattel mit dem kleinen grünen Muscle-Car, dass die Marke im Klemmbausteinbereich einiges zu bieten hat.
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Affiliate- und Testhinweis: Als Amazon-Partner kann Gamer's Potion an qualifizierten Verkäufen verdienen. Der Camaro wurde eigenständig gekauft und unabhängig getestet. Die genannten Angebotspreise beziehen sich auf meine Beobachtungen im Oktober 2026 und sind keine Zusage zum aktuellen Verkaufspreis.