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8 – Der Südafrikanische Folk-Horror in unserer Review

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Der Horror-Streifen 8 ist nicht etwa der Nachfolger des Klassikers Sieben. Stattdessen konfrontiert euch der Film mit dem Kreislauf aus Leben und Tod im tiefsten Südafrika und beweist einmal mehr, dass es am besten ist, die Toten einfach ruhen zu lassen.

William Ziel hat sich sein Leben mit Sicherheit anders vorgestellt. Statt ein erfolgreiches Dasein als Buchhalter zu genießen zwingt der Bankrott ihn, seine mürrische Ehefrau und Ziehtochter Mary zur Reise in seine Vergangenheit. Die junge Familie muss nun auf der Farm von Williams Vater leben. Dieser hat er aufgrund von familiären Zerwürfnissen seit Jahren den Rücken gekehrt. Was die Familie nicht weiß, ist die Tatsache, dass die Farm im südafrikanischen Hemel-op-Aarde eng mit einem dunklen Geheimnis verbunden ist. Ein Geheimnis, das vielleicht der ehemalige Landarbeiter Lazarus lüften kann.

Mary ist ein Aufgewecktes Kind mit aalglatten Freunden

8 – Ein untypisches Horror-Regiedebüt

8 ist das Regiedebüt von Harold Hölscher und als solches alles andere als die Standard-Horrorfilm-Kost. Leider ist dies nicht nur positiv. Es dauert nicht nur ewig, bis 8 Fahrt aufnimmt. Es ist vielmehr so, dass der Film über seine gesamte Laufzeit mehr oder weniger dahinplätschert. Er verpasst es, einen Spannungsbogen aufzubauen oder die Rollen von Protagonisten beziehungsweise Antagonisten herauszuarbeiten. Stattdessen wissen wir bereits in einer frühen Phase des Films sehr genau, was uns über die Restlaufzeit erwartet.

Während es dem Folk-Horror an Spannung fehlt, trumpft dieser mit ruhigen und beeindruckenden Bildern der südafrikanischen Umgebung und deren Bewohner auf. Es ist nicht so, dass der Zuschauer auf eine Safari mitgenommen wird. Die einzigen Tiere, die gezeigt werden sind Motten und Raupen. Dennoch bekommen wir einen Eindruck davon, was es heißt, auf genau dieser Farm zu leben.

Mary freundet sich schnell mit dem Landarbeiter Lazarus an

Die Blu-ray kommt mit DTS-HD Master Audio daher

Audiophile Horrorfilm-Freunde freuen sich bei der Blu-ray Version auf eine dts-HD Master Audio Spur. Deren Qualität konnten wir leider nicht bewerten, da unser Review-Stream gerade einmal in HD und Stereo-Vertonung um die Ecke kam. Im Hintergrund erwarten euch generell bekannte Klänge. Die akustische Untermalung verbindet nämlich Marys Spieluhr, die das bekannteste Werk aus Tschaikowskis Schwanensee spielt, mit weiteren Tönen. Die Musik des Films bleibt insgesamt unauffällig. Die Synchronisation ist weder besonders gut gelungen, noch fällt sie generell negativ auf. Eine große Diskrepanz ist jedoch zwischen der Originalstimme erkennbar, wenn Lazarus in seiner „Muttersprache“ spricht.

Unser Fazit zu 8


Wir könnten uns vorstellen, dass hartgesottene Horror-Freunde, die einen spannenden und nervenaufreibenden Titel in ungewöhnlicher Umgebung suchen, von 8 maßlos enttäuscht werden. Die Spannungskurve ist kaum vorhanden. Der Film wirft wenige Fragen auf und Angst verspürt man an keiner Stelle. Trotzdem hat 8 unserer Meinung etwas, was durchaus einen Blick Wert ist. Jedoch handelt es sich dabei nicht um eine der bekannten Horror-Tugenden. Es ist vielmehr eine glaubwürdige südafrikanische Welt, die er zeigt.


Wer spannende Horrorfilme bevorzugt, sollte einen Blick auf 47 Meters Down: Uncaged werfen. Wer 8 eine Chance geben mag, erhält den Film ab dem 20. Februar digital oder ab dem 27. Februar im Handel. Schlagt ihr über den untenstehenden Link zu, unterstützt ihr uns direkt. Euch entsteht dabei kein Nachteil.

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