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Die Farbe aus dem All – Kritik zum Lovecraft Horror mit Nicolas Cage

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Die Farbe aus dem All erscheint am 23. April fürs Heimkino und lässt die Lovecraft-Kurzgeschichte Color Out of Space nach fast 100 Jahren in neuem Licht erstrahlen. Nicolas Cage zeigt in diesem Horror, dass familiärer Zusammenhalt in diesem Horror am wichtigsten ist.

H. P. Lovecraft ist einer der großen Horror-Autoren. Als solcher hat er schon Größen wie Stephen King inspiriert. Wenn einer seiner Romane oder eine seiner Kurzgeschichten verfilmt wird, können wir nicht anders. Unsere Aufmerksamkeit ist erhöht. Hören wir dann, dass Nicolas Cage die Hauptrolle spielt, wird aus bloßer Aufmerksamkeit Interesse. Das sogar obwohl sich letzte Nicolas Cage-Auftritte wie eine Art Russisch-Film-Roulette anfühlten. Dieses Risiko sind wir nur zu gerne eingegangen und haben uns die Blu-ray zu Die Farbe aus dem All von Koch Media angeschaut und haben es nicht bereut.

Was tun, wenn sich eine außerirdische Macht im Vorgarten breit macht?

Familie Gardner lebt überaus glücklich und weitestgehend zufrieden auf einer Farm samt flauschiger Alpakas. Bis auf die Krebserkrankung der Mutter könnte das Leben kaum schöner sein. Leider hält dieses Glück nicht ewig an. Eines Nachts schlägt ein Meteorit im Hof der Farm ein. Von diesem geht außerdem eine seltsame Farbe aus, die sich schnell auch in der Umgebung des Einschlags verbreitet. Was hat es mit dem Einschlag und der Farbe auf sich? Was als interessantes Ereignis beginnt, entwickelt sich schnell zum schlimmsten Albtraum der Familie.

Eine seltsame Farbe macht sich auf dem Hof der Gardners breit

Die Farbe aus dem All nimmt sich genug Zeit, um seine sympathischen Charaktere einzuführen. Im Zentrum steht Familie Gardner. Sie stellt das Epizentrum des Vorfalls dar und von ihr gehen Schwinungen in die gesamte Umwelt aus. Diese ist nicht in der Lage, die Situation der Gardners zu fassen. Wie so häufig ist es ein kauziger, kiffender Einsiedler, der als Aluhut-Träger genau erkennt, was vor Ort geschieht. Während die Geschichte selbst ihren Reiz in der Idee der Farbe besitzt, ist dieser recht schnell verflogen. Das Böse im Hof der Gardners offenbart sich. Von diesem Zeitpunt an tragen gelungene Splatter-Effekte den Film. Auch die Farbe wird wunderbar dargestellt. Weniger glaubwürdig sind die aminierten Effekte des Films. Hier hätte gute Handwerks-Kunst mehr überzeugt.

Nicolas Cage mit einer seiner besseren Leistungen

Vor allem die Hauptdarsteller machen ihren Job über die gesamten 110 Filmminuten gut. Neben Nicolas Cage, der übrigens mit einem großen emotionalen Spektrum aufwartet, sticht auch Joely Richardson positiv hervor. Lediglich die Charaktere außerhalb der Familie sind einfach gestrickt und kommen mit ihren Rollen nicht über einfache Stereotype hinaus. Neben den erwähnten optischen Qualitäten und weniger guten Animationen geht Die Farbe aus dem All mit seiner DTS-HD-MA-Spur über den Standard hinaus. Besonderen Nutzen zieht der Horror jedoch selten aus dem hochauflösenden Audio-Format. Durch die einfache Presse-Disk, die der Blu-ray entspricht, können wir keine Rückschlüsse auf die Verpackung des Films schließen. Wir wissen daher auch nicht, ob der Titel beispielsweise mit Wendecover daherkommt. Die Extras des Films stellen mit einem Kino-Trailer und entfallenen Szenen leider keinen besonderen Mehrwert dar.

Mit fortschreitender Laufzeit wird Die Farbe aus dem All härter und zunehmend gory

Unser Fazit zu Die Farbe aus dem All

Die Farbe aus dem All ist im Vergleich zu den vielen aktuellen Horror-Vertretern, die sich auf Teenies, Geister oder unsichtbare Männer, aber keinesfalls auf außerirdische Mächte stürzen, eine wilkommene Abwechslung. Auch dank seiner Alpakas erinnert der Horror-Streifen etwas an den Peter Jackson-Film Black Sheep. Wir hätten uns insgesamt weniger Effekte aus dem Computer gewünscht. Das gute alte Effekt-Handwerk, auf das Teile der Lovecraft-Verfilmung ebenfalls setzen, wusste zu schockieren und zu überzeugen. Nicolas Cage spielt die Rolle des Vaters, der immer mehr unter der Situation seiner Familie leidet, glaubwürdig. Die Familie Gardner ist zudem eine Familie wie aus einer Sitcom. So wächst sie dem Zuschauer schnell an Herz. Insgesamt setzt der Horror-Titel eher auf Action und Schock als auf Dramatik und Trauer. Deshalb ist er auch als leichte Kost an einem gewöhnlichen Abend geeignet.


Wer nach dem abgedrehten Lovecraft-Horror auf der Suche nach realistischerer Action ist, sollte sich beim Kriegs-Abenteuer Midway umsehen. Der Film beschäftigt sich mit der spannenden Luftschlacht um die Midway-Inseln nach dem Angriff auf Pearl Harbor. Wer spannendes Horror-Futter sucht, ist außerdem bei 47 Meters Down: Uncaged an der richtgen Stelle.

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