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Epos H3PRO Hybrid im Test – Das flexible Headset jetzt mit ANC

H3PRO Hybrid Gaming Headset ANC Active Noise-Cancelling Review Test Kritik PS5 PlayStation 5 PC Xbox Series X S Titel
H3PRO Hybrid Gaming Headset ANC Active Noise-Cancelling Review Test Kritik PS5 PlayStation 5 PC Xbox Series X S Titel

Das Epos H3PRO Hybrid ist die Pro-Version des flexiblen Epos H3 Hybrid. Als solche bringt das Gaming-Headset eine aufgewertete Optik mit größerer Farbauswahl und erstmals auch aktive Geräuschunterdrückung mit. Zusätzlich erweitert ein Wireless-Dongle die Flexibilität des Headsets. Wir haben das Upgrade getestet.

Auf der Suche nach Gaming-Headsets mit einem überdurchschnittlich guten Klang, einer herausragenden Verarbeitung und komfortablen Sitz hat sich Epos in unseren bisherigen Tests ausschließlich positiv hervorgetan. Dieses gilt gleichermaßen für das bequeme Epos H6PRO mit seiner offenen Akustik wie für das „kleine“ Epos H3, das für einen Preis unterhalb der magischen Marke von 100 Euro das günstigste Headset der Serie darstellt. Das bisher flexibelste Epos-Headset, das wir testen durften, war das H3 Hybrid. Mit Bluetooth-, USB- und 3,5-mm-Audiokabel-Konnektivität kommt potenziell überall zum Einsatz. Das H3PRO Hybrid ergänzt diese Vielseitigkeit um einem USB-A-Dongle, der sowohl an PC als auch an PS5 eine gute Figur macht.

Erhältlich ist das Epos H3PRO Hybrid in den Farben Ghost White, Racing Green und Sebring Black. Da wir das Epos H6PRO bereits in Racing Green und das H3 in Schwarz getestet haben, begutachteten wir das H3PRO Hybrid in Ghost White. Neben dem mitgelieferten USB-Dongle für eine latenzfreie, kabellose Audio-Übertragung von PC oder PlayStation 5 zum Headset ist ANC auf dem Papier die größte technische Neuerung des Headsets. Anders als bei vielen Headsets wird beim Epos H3PRO Hybrid nämlich nicht nur auf die natürliche Unterdrückung von Nebengeräuschen durch geschlossene Ohrmuscheln gesetzt. Beim Active Noise-Cancelling (ANC) erfasst ein Mikrofon zudem äußere Geräusche und eliminiert diese im Klangbild durch entgegengesetzte Schallwellen. Aktiviert wird die Funktion durch einen Schieberegler.

Der Packungsinhalt des H3PRO Hybrid lässt keine Wünsche offen – Quelle: Epos

Optisch und funktional erstklassig verarbeitetes Headset

Anders als das Epos H3 Hybrid verbannt das H3PRO Hybrid alle schwarzen Akzente. Epos ersetzt diese durch mattes Aluminium, gleichfarbige Kunststoff- und Textil-Applikationen und graues Kunstleder. Das Gesamtbild, das hierdurch entsteht, ist stimmiger und streckt das Headset optisch. Auf diese Weise wikt es größer, ohne schwerer zu sein. Vor allem das matt glänzende Weiß, das leicht in Richtung Champagner geht, hat es uns angetan. Weniger schön sind die Kunststoff-Elemente hinter der Einstellungs-Skala, die bei Epos Kopfhörern schnell den richtigen Sitz ermöglicht. Hier nutzt das H6PRO eine bessere Lösung. Das Mikrofon lässt sich dank magnetischer Befestigung in Windeseile abnehmen und stellt eine klare Aufnahme eurer Sprache sicher. Im Fall der Demontage nimmt ein internes Mikrofon die Stimme der Spieler auch beim Musikhören oder dem Telefonieren am Smartphone entgegen.

Ein rundes Plättchen schließt die durch ein entferntes Mikrofon entstandene Lücke komplett. Auf der gegenüberliegenden Seite hat das Lautstärkerad das gleiche Design. Für einen bequemen Sitz um die Ohren der Träger sorgt ein an Flies erinnernder Textilüberzug, der außen von Kunstleder und innen von Mesh-Gewebe umrahmt wird. Zur Steuerung gibt es neben dem Lautstärkerad auch den ANC-Regler, einen Einschaltknopf und den Multifunktionsbutton. Headset-Nutzer bekommen außerdem akustisches Feedback zu Akkustand und Verbindungsart. Optisch send eine LED die gleichen Informationen durch unterschiedliche Licht-Signale.

In den Ohrmuscheln des Epos H3PRO Hybrid trifft Design auf funktionale Technik – Quelle: Epos

Raumklang und Flexibilität fast ohne ANC

Akustisch hat uns das Epos H3PRO Hybrid nicht enttäuscht. Vor allem sein räumlicher Klang und die dadurch erzeugte glaubwürdige 3D-Klangkulisse kann in Spielen wie Horizon Forbidden West oder Forza Horizon überzeugen. Auch die generell erzeugte Klangkulisse beim Genuss aktueller Musik oder auch von klassischem Hard-Rock oder gar Filmsoundtracks ist eine Freude. Im Betrieb mit unserer PS5 wussten wir den Funk-Dongle in Verbindung mit dem mehr als 20 Stunden durchhaltenden Akku sehr zu schätzen. Auch die Nutzung mit Smartphone und PC zur gleichen Zeit per dualem Audio-Mixing funktionierte bei uns einwandfrei. Dadurch ist es zum Beispiel möglich, gleichzeitig per Smartphone zu telefonieren und mit der PS5 zu spielen. Eine gute Lösung, wenn ihr schnell einen Kumpel nach der nächsten Rätsel-Lösung von VTM Swansong fragen wollt.

All das und auch die passende Software konnten wir schon beim H3 Hybrid erfahren und bewerten. Neben dem Funk-Dongle, der den Aufpreis zum Hybrid allerdings nicht in die Höhe getrieben haben dürfte, ist die ANC-Funktion das größte Upgrade des Gaming-Headsets. Diese fällt jedoch leider kaum auf. Die Differenz zwischen aktivierter und deaktivierter Funktion ist so klein, dass diese den Aufpreis nicht rechtfertigen kann. Dieser liegt nämlich bei rund 100 Euro, dem Preis des H3. Für das H3PRO Hybrid sprechen dadurch eher seine optischen Veränderungen, die es dem H6PRO ähnlicher machen und der oftmals genannte Dongle.

Unser Fazit zum Epos H3PRO Hybrid

Das Epos H3PRO Hybrid ist ein gutes Headset, das mit seiner tollen Verarbeitungsqualität, der Flexibilität und seinem überzeugenden Sound uneingeschränkt überzeugen kann. Leider kann das größte Upgrade zum H3 Hybrid mit der Active-Noise-Cancelling-Funktion dadurch, dass sie kaum einen hörbaren Mehrwert bringt, den höheren Kaufpreis des Headsets nicht rechtfertigen. Spielt Geld keine Rolle, können die größere Farbauswahl und der Funk-Dongle dennoch Kaufargumente sein. Insgesamt ist das Preis-/Leistungs-Verhältnis jedoch schlechter als beim H3 Hybrid. Interessant wäre für uns weiterhin ein H6PRO Hybrid, denn das H6PRO ist aktuell das Gaming-Headset unserer Wahl.

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