Blood Feast – Ein Remake, das Hunger auf mehr macht?

Mit Blood Feast besucht uns im August ein alter bekannter. Der Horror-Titel aus dem Jahre 1963 hat ein gleichnamiges Reboot spendiert bekommen und ist am 02.08. in den Regalen des Film-Dealers unseres Vertrauens zu finden. Sättigt die blutige Neuauflage alte Fans und neue Zuschauer?

Neu ist immer besser – eine Aussage, die weißgott nicht überall zutrifft. Die neuen DuckTales beleidigen unsere Augen und auch die Pokémon der ersten Generation sind unübertroffen. Vieles ist natürlich Geschmackssache. Dennoch gibt es unzählige Beispiele, in denen ein Reboot nicht das gehalten hat, was die Verantwortlichen zuvor versprochen haben. Es gibt jedoch auch Reboots oder Soft-Reboots, die genau dies schaffen. Darunter zählen bei Games zum Beispiel Tomb Raider und God of War. Bei den Filmen kommen uns Mad Max und James Bond: Casino Royale in den Kopf. Kann sich das Remake des Horror-Titels Blood Feast zu den letztgenannten Filmen zählen?

Die schlechteste Nachricht gleich vorweg. Blood Feast aus dem Hause Tiberius Film erscheint bei uns mit einer FSK 18-Plakette und ist geschnitten. Da wir das Original nicht gesehen haben, ist es uns nicht möglich zu sagen, auf wie viel Grausamkeit wir verzichten mussten. Die Bewertung dessen, was wir gesehen haben, lest ihr in den folgenden Zeilen.

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Ein amerikanisches Diner in Paris – keine gute Idee!

Blood Feast – Ein blutiges Festmahl für eine ägyptische Göttin

Blood Feast erzählt die Geschichte von Fuad Ramses. Als Betreiber eines amerikanischen Diners in Paris steht er mit dem Rücken zur Wand. Während das Diner seine Reaktion auf sein zuvor gescheitertes Projekt ist, bleibt auch dieses Mal der Erfolg aus. An Motivation und Fleiß mangelt es dem Geschäftsinhaber jedoch nicht. Trotz einer eigenen Familie legt er auch nach Ladenschluss nicht die Füße hoch. Stattdessen geht er einer Tätigkeit als Nachtwächter im Museum nach. Dass Museen besonders nach Anbruch der Dunkelheit noch Überraschungen bereithalten, wissen Film-Fans nur zu gut.

Eines Nachts erscheint dem Familienvater die ägyptische Göttin Ishtar. Sie stellt sich vor und erwartet Fuads Hilfe. Fuad, der vom mystischen Zauber der Göttin förmlich hingerissen ist, zögert nicht eine Sekunde. Er will das zu tun, was sie von ihm verlangt. Seine Motivation: eine Ewigkeit an der Seite seiner Göttin. Seine Aufgabe: Ein Festmahl aus Menschenfleisch, wie es die Welt selten gesehen hat.

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Ein blutiges Ende hebt die Bewertung!

Viele Schlechte Köche verderben den Brei

Dafür, dass wir vor Beginn des Films vor seiner Grausamkeit gewarnt werden, beginnt er sehr zahm. Zunächst lernen wir das Ehepaar samt Tochter kennen. Ihre größten Probleme sind finanzieller Natur. Die grausamste Tat des Vaters bis dahin ist es, gefrorenes Fleisch zu verarbeiten, welches zwei Monate über dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt. Daran ändert sich auch nichts, zumindest bis zur geschilderten Begegnung mit Ishta. Gute 35 Minuten nach Beginn des Films kommt es zu erster Gewaltanwendung, die (vielleicht dank der Schnitte) gut zu verkraften ist. Die Interaktion der Nebencharaktere im dann folgenden Teil des Films ist für Film-Freunde schwer zu ertragen. Es gibt emotional total übertriebene Reaktionen auf Kleinigkeiten, Das verleiht dem bis dahin gelungenen Film einen unangenehm trashigen Touch.

Mit seinem furiosen Finale kann Blood Feast jedoch ein wenig der bis dahin verloren gegangenen Atmosphäre wieder aufbauen. Es gibt bizarre Situationen und dazu passende Musik, reichlich gut gemachte Splatter-Effekte und ein gelungenes Ende.

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Wer wohl bis zum Ende von Blood Feast überlebt?

Effekte nah am Vorbild

Blood Feast verwöhnt uns weder mit modernem Schnitt noch mit besonders herausgearbeiteten Kulissen. Wenn eine ägyptische Gottheit verschwindet, reicht es auch mal aus, sie so lange immer verschwommener darzustellen, bis sie weg ist. Das ist gewiss nahe am Vorbild. Es ist jedoch nicht zeitgemäß. Besser gelungen ist die akustische Untermalung, die nur selten mehr verspricht, als die Situation hergibt. Insgesamt spielt das Geschehen sowieso nur in einer Hand voll Kulissen. Von Paris sehen wir ab und zu den Eiffelturm. Viel mehr hat die Metropole des Films nicht zu bieten.

Die Schauspielerischen Leistungen variieren stark. Während Robert Rusler Fuad Ramses Charakter und seine Aufgabe sehr gekonnt in Szene setzt, lassen vor allem Pennys (Sophie Monk) Freunde echtes Talent vermissen. Da sich Blood Feast jedoch hauptsächlich auf die Aktivitäten und die Motivation des Diner-Inhabers konzentriert, ist dies gerade noch zu verschmerzen.

Unser Fazit zu Blood Feast

Bei der Bewertung von Blood Feast können wir uns nur schwer tun. Der Titel ist geschnitten, was das Werk eines Regisseurs wie Marcel Walz (Seed 2) ordentlich Schaden zufügen kann. Gleichzeitig bietet der Menschenfleisch-Titel ein furioses und gelungenes Finale, während vor allem der erste Teil des Films für unseren Geschmack zu ruhig und Ereignislos daher dümpelt. In der Version, die wir gesehen haben, sind wir uns trotzdem sicher, dass Blood Feast seine Fans finden und sein Publikum erreichen wird. Für uns bleibt es aber unter dem Strick eine durchschnittliche Bewertung von 5/10.


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Christian Sengstock

Ich liebe es, dank Games und anderen Bereichen des Entertainments in neue Welten abzutauchen und mich von aktueller Technik begeistern zu lassen. All dies mit euch zu genießen, ist der Antrieb hinter Gamer's Potion.

5 Gedanken zu „Blood Feast – Ein Remake, das Hunger auf mehr macht?

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