Ein Film in dem gleich sieben Charaktere von einer Person gespielt werden und diese nicht Eddie Murphy heißt, ist für sich schon ein Phänomen. Beste Voraussetzungen also für What happened to Monday? aus dem Hause Splendid Film. Hier werden mehr als fünfzig Prozent der schauspielerischen Leistung von der Schwedin Noomi Rapace erbracht, die unter anderem von Glenn Close und Willem Dafoe unterstützt wird.

Der in der nahen Zukunft spielende Action-Streifen greift zukünftige Probleme auf, die sich bereits in unserer Gegenwart andeuten. Die Erde wird durch Überbevölkerung und die damit verbundene Ressourcenknappheit immer weiter ausgebeutet. Gleichzeitig sorgen Wirtschaft und Lebensführung für einen fortschreitenden Klimawandel. Eine besondere Maßnahme der zukünftigen Regierung rückt ganz besonders ins Zentrum des Films und wirft schnell eine Frage auf: What happened to Monday?

Immer wieder Montags …

Die globale Regierung der Zukunft sieht sich mit Herausforderungen konfrontiert, die durch ein einfaches „Wir schaffen das“ nicht zu bewältigen sind. Immer weiter wachsende Bevölkerungszahlen bei gleichzeitig schrumpfenden Beständen an natürlichen Ressourcen bringen die Erde so nah an den Kollaps wie nie zuvor. Da kommt eine selbsternannte Retterin in der Gestalt von Politikerin Nicolette Cayman (Glenn Close) gerade recht. Auch dann, wenn ihr Vorhaben mehr als drastisch klingt.

Cayman setzt auf die Ein-Kind-Politik. Da genmanipulierte Nahrungsmittel für eine Vervielfachung der Zahl an Mehrlingsgeburten und Gen-Defekten geführt haben, kann dem Bevölkerungswachstum auf diese Art und Weise am effektivsten Einhalt geboten werden. Doch was passiert mit Nachwuchs, der über das erste Kind hinausgeht? Die betroffenen Kinder sollen einfach so lange eingefroren werden, bis die Menschheit ihnen eine gute Zukunft bieten kann. Genau in diese Welt werden die Siebenlinge von Terrence Settman (Willem Dafoe) geboren. Damit die Settman-Schwestern (Noomi Rapace) nicht auffliegen, darf jede von ihnen nur einen Tag in der Woche als Karen Settman am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Das ganze geht jedoch nur so lange gut, bis Monday nicht von der Arbeit zurückkehrt.

What happened to Monday Splendid Film Review 4
Terrence Settman hat alles getan, um die Schwestern zu beschützen

Action, die überzeugt und zum Nachdenken anregt

What happened to Monday? ist ein Actionfilm mit Substanz. In den stillen Momenten schafft es Willem Dafoe sehr gut zu zeigen, was es heißt, sein Leben den sieben Schwestern zu verschreiben. Wir spüren regelrecht sein Leid und seine Aufopferung. Die Action-Sequenzen sind im Kontrast dazu bemerkenswert gut und vor allem sehr glaubwürdig in Szene gesetzt. Sie enthalten die nötige Härte, ohne übertrieben gewalttätig zu erscheinen und zur gleichen Zeit wurde beispielsweise auf die verschiedenen Eigenheiten der Schwestern geachtet.

Wenn wir schon bei den Schwestern sind, bleiben wir direkt bei ihnen. Noomi Rapace macht ihren Job genau wie Willem Dafoe und Glenn Close mehr als gut. Der restliche Cast kann dieses Niveau jedoch nicht halten. Dies führt dazu, dass vor allem Nebenschauplätze des Films wie nicht richtig durchdachtes Beiwerk wirken, der dazu benötigt wurde, um der Geschichte zu einem passenden Ende zu verhelfen. Ähnlich sieht es auch bei den Fähigkeiten der einzelnen Schwestern aus. Wir hätten uns gerade bei ihnen tiefere Charaktere gewünscht.

Die guten Aspekte der Zukunft

Schauen wir uns die reine Qualität der Bilder von What happened to Monday? an, könnte diese an vielen Stellen nicht besser sein. Wir wurden als Zuschauer nicht von kalten Zukunftsvisionen mit Glasbauten und Automobilträumen erschlagen. Stattdessen spielt der Film bei Gebäuden beispielsweise mit der Kombination aus Altbau und Glasfassade. Weitere technische Zukunftsspielereien finden sich im gesamten Film wieder und fallen nicht negativ auf. Sie gliedern sich gut ins Gesamtbild ein und wirken durchaus stimmig. So wird ein glaubwürdiges Bild der näheren Zukunft erzeugt, das man zu keiner Zeit in Frage stellt.

Um die sieben Schwestern unterscheiden zu können, setzen die Macher nicht auf charakterliche Tiefe. Stattdessen unterscheiden sie sich stark in ihrem Äußeren. Das ist besonders dann beeindruckend mit anzusehen, wenn die extrem durchtrainierte Noomi Rapace neben ihrer Nerd-Version zu sehen ist. Genauso unterschiedlich ist auch die jeweilige Art sich gegen Gegner zur Wehr zu setzen. Wirklich große Überraschungen bleiben im Action-Streifen zwar aus, dennoch gibt es die eine oder andere Idee, die gekonnt in den Verlauf der Geschichte eingebunden wird.

What happened to Monday Splendid Film Review 1
Der Kampf um die eigene Existenz hat es in sich

Unser Fazit zu What happened to Monday

What happened to Monday? macht gleich mehrere Dinge extrem gut. An erster Stelle ist Noomi Rapace zu nennen, die gleich siebenfach gefordert war und dies glaubwürdig und mit toller physischer Präsenz meisterte. Gleichzeitig ließen die Macher des Films Szenen mit einer siebenfachen Rapace vollkommen glaubwürdig wirken. Die Geschichte in die die Schwestern verwickelt sind, könnte kaum tiefgründiger sein. Die erzeugte Dystopie ist greifbar und dank Willem Dafoe wird die Dramatik hinter den Regierungsentscheidungen deutlich. Nehmen wir gelungene Action-Sequenzen und guten Soundtrack hinzu, entsteht ein tolles Erlebnis. Geschmälert wird dies durch fehlende Tiefe bei den Charakteren. Die Settmans unterscheiden sich hauptsächlich durch ihr Äußeres, was im Zusammenhang der gleichen Schauspielerin schon eine Leistung ist. Weitere Story-Nebenschauplätze wirken stark konstruiert und passen nicht in den ansonsten hochwertigen Film. Unter dem Strich bleibt ein überdurchschnittlicher Film, der einen tollen Film-Abend sichert.


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In Sachen Sci-Fi und Action haben wir euch noch mehr zu bieten. Wie wäre es zum Beispiel mit Reviews zu Kill Switch oder Maschinenland?

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