Pirates of the Caribbean: Salazars Rache – Review

Was ursprünglich als Fahrgeschäft in einem der Walt Disney Themenparks begann, erscheint in Film-Form am 5. Oktober erneut in den Händlerregalen. Gemeint ist natürlich die beliebte Fluch der Karibik-Serie, die mit Pirates of the Caribbean: Salazars Rache bereits den fünften Ableger auf Blu-ray und DVD begrüßt. Gerade was die letzten Teile der Piraten-Abenteuer-Reihe angeht, scheiden sich die Geister. Während die einen noch immer so begeistert sind, wie zu Beginn, reden andere bereits davon, dass aus dem Fluch maximal ein leichtes Kratzen im Hals geworden ist. Umso wichtiger war es uns, einen genauen Blick auf Pirates of the Caribbean: Salazars Rache zu werfen. Während wir uns den Erhalt der Serien-Gene erhofften, war es uns gleichzeitig ein Anliegen, zu bewerten, in welche Richtung es weiter geht. Die Einführung neuer Charaktere ist sicherlich ein wichtiger Schritt. Doch auch ein mysteriöser und mächtiger Gegenspieler gehört zur Kernessenz der Piraten-Abenteuer. Hier unsere Hochsee-Erfahrungen.

In Pirates of the Caribbean: Salazars Rache gibt’s gleich mehrere Flüche

Die von euch, die die letzten Teile der Filmreihe nicht gesehen haben, sollten ein paar Zeilen überspringen. Alle anderen wissen bereits, dass sich Captain Jack Sparrows geliebte Black Pearl in etwas verkleinerter Form in einer handlichen Flasche befindet. Gleichzeitig ist Will Turner Kapitän der Flying Dutchman. Als solcher darf er nur alle vier Jahre das Festland betreten. So lässt er Elisabeth Swan als mehr oder weniger Alleinerziehende zurück. Jack Sparrows Glück scheint ihn indes verlassen zu haben. Nichtsdestotrotz hat er sich noch rudimentäre Bestandteile seiner Crew erhalten können. Er wird jedoch gesucht. Nicht nur das Gesetz will sich seine Verwundbarkeit zu Nutze machen. Auch der junge Matrose Henry und die Astronomin Carina Smyth kreuzen seinen Weg. Während Jack seiner Unglücks-Strähne ein Ende setzen will, verfolgen die neuen Bekanntschaften eigene Ziele. Zumindest so lange, bis sich Kapitän Salazar von seinen Ketten befreit und als Plage über die Piratenschaft hinweg zieht.

Pirates of the Caribbean: SALAZARS RACHE Review Test Fluch der Karibik 5 Disney
Will Turner (Orlando Bloom, links) mit seinem Sohn Henry (Lewis McGowan)

Gute Verknüpfung mit den Vorgängern und neuer Wind

Die Verknüpfung mit den Vorgängern klappt nicht nur durch die bekannten Gesichter wie Johnny Depp, Orlando Bloom und Geoffrey Rush gut. Man merkt, dass sich die Crew hinter dem neuen Titel der Walt Disney Studios die Kritik am Vorgänger zu Herzen genommen habt. Dadurch wirkt das Piraten-Abenteuer insgesamt weniger überladen. Die Beweggründe einzelner Charaktere kommen so besser zur Geltung und wirken gewichtiger. Gleichzeitig wurde die gewonnene Zeit innerhalb des 124 Minuten langen Streifens sinnvoll genutzt. Er erzählt so beispielsweise weitere interessante Geschichten von den Hauptcharakteren. Insgesamt hätte die Handlung insgesamt auch noch eine Ecke linearer sein können. Durch die Verknüpfung von bekannten Gesichtern und neuen Figuren war dies sicherlich eine Herausforderung. Umso schöner, dass es mit Henry und Carina zwei neue Figuren gibt, die frischen Wind in die Serie bringen. Sie erinnern fast an Will und Elisabeth aus den Ursprüngen der Reihe.

Captain Salazar – Der Schlächter der See

Ein wichtiger neuer Charakter ist natürlich ebenfalls der Gegenspieler von Captain Jack Sparrow und seinen Verbündeten. Diese Treffen nämlich in Pirates of the Caribbean: Salazars Rache auf genau diesen Captain Salazar. Javier Bardem verkörpert dessen Hunger nach Rache nur zu gut. Als „El Matar Del Mar“ (Der Schlächter der See) Hat sich Salazar einen angsteinflößenden Namen in der Welt von Fluch der Karibik gemacht. Durch einen Fluch wirken er und seine Crew unaufhaltbar und gefährlicher als je zuvor. Auch sein Schiff, die Silent Mary, ist dabei eine echte Waffe. Nur so viel vorweg. Sie wird gegnerischen Schiffen nicht nur durch ihre Kanonen gefährlich. Für uns ist Salazar nicht der härteste beziehungsweise beste Widersacher, den die Historie von Pirates of the Caribbean hervor gebracht hat. Dafür ist die Figur des Davy Jones einfach zu vielschichtig. Aber Salazar fügt sich gut und wirklich passend in die geschichtlichen, fiktionalen Verwindungen des Abenteuers ein.

Pirates of the Caribbean: SALAZARS RACHE Review Test Fluch der Karibik 5 Disney 2
Captain Salazar (Javier Bardem)

Das gewohnte Blockbuster-Erlebnis

Auch Pirates of the Caribbean: Salazars Rache lebt vom Kontrast aus witzigen Situationen und Dialogen sowie der knallharten Action mit mysteriösen Gegenspielern. Man merkt der Serie immer wieder an, dass es schwieriger wird, Dinge zu bringen, die man in ähnlicher Art und Weise nicht schon in den Vorgängern gesehen hat. Natürlich bleiben das Rezept aus dem tollen Hans Zimmer Soundtrack, guten Computer-Animationen, die nun auch vor menschlichen Hauptcharakteren nicht halt machen und Action unverändert. Ein wenig frischen Wind bringen die neuen Charaktere mit rein. Unter dem Strich bleibt es aber bei gutem Popkorn-Kino, das es nicht schafft mit dem gewissen Etwas zu glänzen. Das Gefühl etwas komplett neues zu erleben hatten eben nur die Vorgänger. Handwerklich kann man dem gesamten Team jedoch nichts vorwerfen. Die Stunts sind hochwertig, die schauspielerische Leistung ist gut und die gesamte Geschichte ist solide. Eine andere Zukunft wird jedoch angedeutet. Wir dürfen gespannt sein.

Unser Fazit zu Pirates of the Caribbean: Salazars Rache

Pirates of the Caribbean: Salazars Rache macht im Vergleich zu den schlechteren Vorgängern vieles besser. Die Story wird wieder etwas übersichtlicher. Dafür nehmen sich die Filme-Macher mehr Zeit dem Piraten-Abenteuer die nötige Substanz zu geben und die Figuren des Films wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Nichtsdestotrotz leidet die Serie darunter, dass es bei Seeschlachten, Hinrichtungen und Raubzügen selten Momente gibt, die wir innerhalb der Fluch der Karibik-Geschichten noch nicht so oder in ähnlicher Art gesehen haben. Das macht Salazars Rache nicht zu einem schlechten Film. Doch als Zuschauer fühlt mach sich trotz der guten Effekte, der soliden Geschichte und der beeindruckenden Action etwas übersättigt. Ein Aspekt, der hingegen damals wie heute begeistert, ist der Hans Zimmer Soundtrack. Unter dem Strich ist Pirates of the Caribbean: Salazars Rache für die Serie ein Schritt in die richtige Richtung. Ob das die Piraten-Reihe lange Zeit auf Kurs hält, werden wir sehen.


Der fünfte Teil der Fluch der Karibik-Reihe ist natürlich nicht der einzige Action-geladene Hollywood-Blockbuster, der mit Humor und Action punkten kann. So haben wir uns Killer’s Bodyguard und Kingsman 2: The Golden Circle ebenfalls für euch angesehen. Beide Titel konnten uns positiv überraschen. An der Blu-ray Front haben wir uns den Weihnachts-Horror Red Christmas angesehen.

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Christian Sengstock

Ich liebe es, dank Games und anderen Bereichen des Entertainments in neue Welten abzutauchen und mich von aktueller Technik begeistern zu lassen. All dies mit euch zu genießen, ist der Antrieb hinter Gamer's Potion.

3 Gedanken zu „Pirates of the Caribbean: Salazars Rache – Review

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