Master X Master — Mehr als nur ein MOBA

Wer denkt, Master X Master ist nur ein weiteres MOBA in der Free-2-Play-Hölle, der täuscht sich gewaltig. MXM ist ein echtes Frankensteinspiel, dass Elemente aus dem MOBA-, Co-Op-, Action- und Rollenspielbereich verbindet. Und das macht sogar ziemlich viel Spaß.

Master X Master — Hybridspiel mit viel PotentialMXM PvE Mission

Sieht man sich den Trailer zu MXM an, dann bekommt man den Eindruck, es handele sich einfach um ein weiteres MOBA. Dieser Eindruck verfliegt, sobald man das Tutorial spielt. Wir steuern unseren Charakter mit WASD und schießen mit der Maus. Also in etwa so wie in Hotline Miami. Während des Tutorials ballern wir uns so in guter Action-Spiel-Manier durch ein Raumschiff. Dabei wird bereits klar: Master X Master in eine Schublade zu stecken funktioniert nicht recht.

Zusammen mit anderen Spielern können wir uns in PvE-Missionen stürzen. Dabei erinnert das Spiel eher an Diablo als an League of Legends oder Heroes of the Storm. Es gibt allerlei Szenarien und am Ende der meisten Missionen wartet ein recht anspruchsvoller Bosskampf. MOBA? Fehlanzeige. Für jede Mission können wir uns ein Team aus zwei Helden zusammenstellen. Jeder Held fällt in eine Elementkategorie, die im Schere-Stein-Papier-Prinzip besondere Vorteile und Nachteile gegenüber den anderen Kategorien hat. Dadurch kommt einiges an taktische Tiefe ins Spiel. Auf Knopfdrück können wir nämlich zwischen beiden Charakteren wechseln.

Action-Spiel, Rollenspiel und dann doch auch MOBA

MXM PvP 3-Gege-3 Arena
3-Gegen-3 Arena Kampf: Jeder hat jedoch zwei verschiedene Helden zur Verfügung.

Geht es dann in den PVP-Modus ist zunächst auch erst einmal nichts von MOBA zu sehen. Der 3vs3-Modus ist ein klassisches Deathmatch. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt. Hier kommt es natürlich darauf an, euer Tag-Team möglichst ausgewogen zu wählen. Dieser Modus macht extrem viel Spaß, da das Wechseln zwischen den Charakteren einen ungewohnte Flexibilität ermöglicht.

Dann bleibt noch der 5vs5-Modus und hier bekommen wir dann doch unsere erwartete Dosis MOBA. Hier gibt es Lanes, Minions und Türme. Allerdings gibt es einige erfrischende Elemente. Es können verschiedene neutrale Camps gefarmt werden. Soweit so normal. Doch sollten wir ein bestimmte Punktzahl erreichen, dann beschwören wir einen so genannten Titan. Einen riesigen Kampfroboter, der auf unserer Seite kämpft. Sammeln wir genug Titanensplitter, können wir uns sogar selbst in einen Titanen verwandeln. Auch dieser Spielmodus macht Spaß, leidet letztlich aber an denselben Mängeln wie andere MOBAs: Manchmal ist es frustrierend mit Teamkameraden zu spielen, die sich gar nicht erst bemühen zu gewinnen. Aber hey, wenn ich kein Bock mehr habe kann ich in Master X Master einfach in den PvE-Modus wechseln und dort weiter Spaß haben.

Letztlich übernimmt MXM auch noch Rollenspielelemente. Sowohl auf PvE-Missionen als auch in PVP-Schlachten könnt ihr Loot und Belohnungen sammeln. Mit diesen könnt ihr euren Charakter individuell Verbessern oder neue Skins freischalten. So gibt es nicht nur eine erhebliche Anzahl aus Heldenkombinationen, sondern jeder Held kann mit verschiedenen Fähigkeiten, Status- und Waffenverbesserungen ausgestattet werden.

Fazit

Master X Master traut sich verschiedenste Spielelemente aus etlichen Genres zusammenzubasteln und trotzdem ergibt das ein rundes Bild. Wer auf Grinding steht und ab und zu auch mal eine Runde PvP spielen möchte für den ist dieses Spiel ein Blick wert. Wer hauptsächlich PvP spielt, allerdings die Frustration, die in einem MOBA aufkommen kann, im PvE abbauen möchte, ohne das Spiel zu wechseln, sollte auch einmal einen Blick auf MXM werfen. Wer ein vollwertiges Rollenspiel möchte, den wird MXM nicht befriedigen, denn die Rollenspielelemente halten zwar die Motivation oben, gehen aber über das Grinden bestimmter Materialien nicht hinaus. Besonderes Feature: NCSoft baut bekannte Helden aus ihren anderen Franchises mit ein. Fans von Blade & Soul oder Aion könnten hier einen Anreiz sehen, MXM einmal eine Chance zu geben. Alles in allem ein gutes Spiel im Free-2-Play-Sektor mit frischen Spielelementen. 

Danny Krämer

Die Gamer’s Potion habe ich schon in frühen Jahren geschluckt. Seitdem haben mich Videospiele mein ganzes Leben lang begleitet. Und nun schreibe ich sogar darüber! Mehr von mir könnt ihr übrigens auch auf Kellerkinder lesen.

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