Die Weihnachtszeit hat tolle Seiten. Die Vorfreude auf eigene Geschenke gehört genau so dazu wie die Freude darauf, auch andere mit möglichst schön verpackten Päckchen zu überraschen. Die Straßen riechen nach gebrannten Mandeln und ein leckerer Glühwein am Abend erwärmt auch die kältesten Gemüter. Wo Licht ist, ist jedoch auch immer Schatten. Überfüllte Kaufhäuser, die Bemühung bloß niemanden zu vergessen und nicht zuletzt das eine oder andere nervige Weihnachtslied in Dauerschleife können die Zeit zur zuckersüßen Geduldsprobe werden lassen.

Genau dann, wenn man kurz davor ist, Weihnachten als kommerzielles Großevent zu verteufeln, kommt ein Horrorfilm gerade recht. Gut, dass Die Tochter des Teufels aus dem Hause Koch Media am 7. Dezember erscheint. Ob es dem Horror-Streifen jedoch gelingt, uns die Zeit von Nikolaus, Christkind und Co. vergessen zu lassen? Wir haben den Selbstversuch gewagt. Unsere ungeschönten Eindrücke lest ihr in den Kommenden Zeilen.

Die Tochter des Teufels – Schlaflose Nächte auf Blu-ray und DVD

Okay, ganz auf Weihnachten verzichtet auch Die Tochter des Teufels nicht. Das christliche Fest tarnt sich jedoch als eher nachrangiger Zeitpunkt der Geschehnisse. Die Winterferien des katholischen Mädcheninternats in Bramford stehen an und die beiden Schülerinnen Kat (Kiernan Shipka) und Rose (Lucy Boynton) warten geduldig auf die Ankunft ihrer Eltern. Rose ist mit dieser Tatsache nicht ganz unglücklich. Schließlich kann Sie sich nachts in aller Ruhe mit ihrem Freund treffen. Kat macht sich jedoch zunehmend Sorgen um ihre Eltern. Außerdem wird ihr das Internat immer unheimlicher.

Neben den Schülerrinnen lernen wir jedoch noch ein weiteres Mädchen kennen. Joan, gespielt von Emma Roberts (American Horror Story /Nerve), macht sich scheinbar zur gleichen Zeit auf den Weg in Richtung Bramford. Allerdings erfahren wir zunächst nur wenig über sie. Mangels Fahrzeug muss sie jedoch bei einem Ehepaar mitfahren. Ob sich die drei Mädchen noch begegnen oder was euch sonst erwartet, verraten wir nicht.

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Wer ist denn nun die Tochter des Teufels?

Subtiler Horror mit starker Wendung

Die Tochter des Teufels hat, anders als es der Name vermuten lässt, nicht viel mit den teils harten Exorzisten-Filmen zu tun, die wir sonst gesehen haben. Wer etwas derartiges sucht, sollte vielleicht zur Serie The Exorcist wechseln. Stattdessen bietet der Film leise Töne und lässt den Zuschauer lange Zeit im Dunkeln. Während wir einen langsamen Spannungsaufbau sehr schätzen, wurden wir an dieser Stelle für unseren Geschmack zu lange von einer dahinplätschernden Story an der Stange gehalten. Damit dieses Konzept funktioniert, muss ein furioses Ende folgen.

Das Ende des Films hatte wirklich eine starke Wendung zu bieten. Leider fehlte bei ihrer Inszenierung dann aber der Überraschungs-Effekt. Wenn bei Die Tochter des Teufels grobe Fehler gemacht wurden, dann auf jeden Fall genau in diesem Bereich der Story und der Dramaturgie. Vielleicht hätten an dieser Stelle schon ein paar stärkere Horror-Effekte oder interessante Story-Details geholfen, um uns Zuschauer weiter bei Laune zu halten.

Schauspielerisch überzeugender Horror

Die Besetzung von Die Tochter des Teufels kann gleich mit mehreren bekannten Gesichtern punkten. An dieser Stelle bekommen wir insgesamt wenig Gründe zur Kritik geboten. Die Charaktere werden gut verkörpert und auch die deutsche Synchronisation ist mustergültig. Wir müssen jedoch ergänzen, dass das Drehbuch sicherlich nicht alles aus der Besetzung herausgekitzelt hat. Hier wäre gewiss mehr drin gewesen.

Insgesamt wirkt die Tochter des Teufels für einen Horrorfilm sehr hochwertig. Die Kameraführung wirft keine Fragen auf und es wird nicht mit Effekthascherei oder unnötigen Splatter-Einlagen gearbeitet. Die Veränderung der Charaktere hätte auch an dieser Stelle noch besser eingefangen werden können. Gerade ein Horrorfilm der leisen Töne muss den Zuschauer am Gedankengang der Charaktere teilhaben lassen. Leider haben wir uns wie gewöhnliche Zuschauer gefühlt und hatten wenig Zugang zu den Darstellern.

Die Tochter des Teufels Horror Gewinnspiel Blut
So manchen erwartet ein blutiges Ende

Unser Fazit zu Die Tochter des Teufels

Unter dem Strich bleibt Die Tochter des Teufels trotz der Besetzung und der guten Wendung am Ende klar hinter unseren Erwartungen zurück. Vor allem der Einstieg in den Film ist mehr als zäh und auf unangenehme Weise fragen wir uns, was uns der Horrorfilm erzählen möchten. Selbst als deutlich wurde, worauf der Streifen hinausläuft, hat es nicht ausgereicht um uns für den Rest des Films mitzureißen. Es reichte lediglich aus, um uns bis zum Ende bei der Stange zu halten. So haben wir die gute Wendung am Schluss zum Glück nicht verpasst. Da es sich beim Film jedoch um Oz Perkins Regiedebüt handelt, sind wir gespannt, was wir als nächstes von ihm erwarten dürfen. Insgesamt ist Die Tochter des Teufels zwar sehenswert aber definitiv kein Film, der uns über eine längere Zeit hinweg beschäftigt.


Falls ihr euch die Adventszeit noch mit anderen Filmen versüßen möchtet, dann werft auch einen Blick auf Spider-Man: Homecoming und Das Haus des Zorns. Die Chance eine Blu-Ray zu Die Tochter des Teufels zu gewinnen erhaltet ihr hier.

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