Gamescom 2017 – Preview zu Need for Speed Payback

Die Need for Speed Serie steht seit Jahren für Tuning, Action und qualmende Reifen. Leider sind dabei jedoch nicht immer die erwarteten Top-Arcade-Racer heraus gesprungen. Viel zu oft gab es einen faden Beigeschmack in Form eines inkonsequenten Konzeptes oder einfach eine Erwartungshaltung, der das Endprodukt nicht gerecht werden konnte. Nun steht die Tachonadel wieder auf null und Electronic Arts hat eine neue Chance, uns mit Need for Speed Payback das NfS zu liefern, das Serie und Fans verdienen. Nur so kann man an die glorreichen Zeiten der Serie anknüpfen und in der Gunst der Arcade-Racer-Freunde wieder aufsteigen. Das actionreiche Konzept samt Fast and the Furious Story hat uns zunächst nicht überzeugt. Schließlich hat die Filmserie auch seine beste Zeit hinter sich. Umso überraschter waren wir jedoch, als wir die Controller nicht wieder weglegen konnten. Woran das lag, lest ihr in den kommenden Zeilen unserer Vorschau.

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Ein PC, ein 4K-Bildschirm und 2 Abschnitte von Need for Speed Payback

Wir durften zwei Abschnitte von Need for Speed Payback anspielen. Beide liefen über einen High-End PC und einen schicken 4K Monitor. So haben wir nur zu gerne zum Gamepad gegriffen und losgelegt. Der optische Ersteindruck konnte sogleich begeistern. Die Strecken sind schön gestaltet und bieten einige Ausweichmöglichkeiten. Noch schöner als die Strecken sind jedoch die Fahrzeuge, die sich gegenüber ihren realen Vorbildern nicht verstecken müssen. So haben wir bei einem Rennen hinter dem Steuer des bereits im unten eingefügten Trailer vorgestellten BMW M5 Platz genommen. Das Fahrgefühl ist dabei so, wie es sich für einen Action-Racer gehört. Mit etwas Übung lässt man die Boliden elegant driften, setzt den Nitro-Boost taktisch klug ein und wird ungeliebte Widersacher los. Der erste Demo-Abschnitt war ein typisches Rennen, das einen guten Einblick in die Fahrphysik an sich ermöglichte. Dabei ist uns nur das für unseren Geschmack zu schnelle Wechseln in den Drift negativ aufgefallen.

Das Action-Konzept von Need for Speed scheint aufzugehen

Unser zweiter Demo-Abschnitt lässt uns einen Heist mit der Need for Speed Payback Crew durchführen. Wie ihr gewiss mitbekommen habt, ist euer Widersacher im Story-Modus das nicht zu unterschätzende House Kartell. Genau dieses Kartell ist es, an dem ihr euch rächen wollt. In dem von uns gespielten Heist findet diese Rache in Form eines einer gescheiterten Fahrzeug-Überführung statt. So jagt ihr einem LKW samt Supersportwagen hinterher. Dabei gibt es gleich mehrere Teilaufgaben, die ihr nach und nach am Steuer eures Boliden erledigt. Meist gibt es bestimmte Zeitvorgaben. Nach jedem der Abschnitte sichert das Spiel automatisch euren Fortschritt, sodass ihr nie ganz vom Anfang starten müsst. Das beugt möglichen Frustmomenten vor und lädt dazu ein das eigene Können auf die Probe zu stellen. Da wir beim unserem Überfall hinter dem Steuer eines Ford Mustangs saßen, können wir bereits bestätigen, dass sich das Fahrverhalten beider Boliden durchaus unterschiedlich anfühlt.

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Nach und nach zur verdienten Rache

Gerade im Story-Modus seid ihr auf das Arcade-lastige Fahrverhalten eurer Fahrzeuge angewiesen. So müsst ihr zunächst verschiedene Gegner samt fahrbarer Untersätze ausschalten. Darauf folgt eine gefährliche Verfolgungsjagd, ehe diese jäh ausgebremst wird. Im Anschluss stellen sich euch noch zähere Gegner in den Weg. Es sieht also danach aus, als würde sich nicht nur euer Bolide über die Zeit durch Tuning oder schnellere Vehikel verbessern. Auch eure Gegner haben unterschiedlich starke Fortbewegungsmittel im Fuhrpark. Die Inszenierung des von uns gespielten Raubzugs lässt so manchen Hollywood-Streifen übrigens alt aussehen. Anders als wir gedacht haben, geht das Konzept nämlich voll auf und konnte selbst unsere weniger Racing-Game überzeugten Artemis in seinen Bann ziehen. Am Ende unseres erfolgreichen Beutezugs dürfen wir übrigens am Steuer des geklauten Sportwagens sitzen und mit diesem über die digitale Autobahn heizen. Auch an dieser Stelle lernen wir ein neues, ganz anderes Fahrverhalten kennen.

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Unterschätzt nicht den Tuning-Aspekt

Was wir bislang gesehen haben, war lediglich ein Rennen und ein Auftrag. Mit den insgesamt drei kennen gelernten Traumwagen hatten wir bereits einen riesigen Spaß. Wir sollten allerdings nicht außer Acht lassen, dass der Umfang des endgültigen Spiels das gezeigte, besonders durch das Tuning, nochmals um Welten übertreffen wird. Wir können uns nicht vorstellen, dass sich das Entwicklerteam gerade beim, für die Serie so wichtigen, Tuning auch nur kleine Schnitzer erlaubt. Demnach könntet ihr mit euren Boliden durchaus zu einer verschworenen Einheit werden. Grundbestandteile eurer Traumwagen sollt ihr schließlich in der ganzen Spielwelt finden. Neben der Story des Spiels, erlebt ihr also bestenfalls noch die Geschichte des hässlichen Schrott-Entleins zum Traumauto-Schwan. Während uns die Story-Mission gefallen konnte, sagt dies natürlich auch noch nichts über die Gestaltung der einzelnen Charaktere, den Abwechslungsreichtum und die gesamte Story-Qualität aus. Hier ist Need for Speed Payback weiterhin ein Buch mit sieben Siegeln.

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Unsere Einschätzung zu Need for Speed Payback

Insgesamt hat sich unsere Einstellung zu Need for Speed Payback dank unseres Besuchs bei EA gehörig geändert. Sicherlich ist uns der Publisher noch einige Informationen zum Titel schuldig geblieben. Dafür gibt es jedoch auch noch genug Zeit selbst das gute Gameplay noch zu verbessern. Vom Potenzial reicht es nach unserer ersten Einschätzung auf jeden Fall zu einem Top Action-Racer, der die Serie um viele neue Fans bereichern könnte, aus. Allerdings gilt es nun darum den möglichen Sieg auch ins Ziel zu bringen. Bis zum 10. November hat Electronic Arts sicherlich noch einiges zu tun. Es gibt außerdem auch noch andere Racer, die beim Kampf um die Krone mitreden wollen. Während Gran Turismo Sport, Project Cars 2 und Forza Motorsport 7 natürlich Simulationen sind, wildert zumindest The Crew 2 noch im Action-Racer Segment. Abgesehen von der Konkurrenz freuen wir uns auf alles Weitere zum potenziellen Hit Need for Speed Payback.


Unsere persönlichen Eindrücke zur Gamescom findet ihr am ehesten in unseren Tagebüchern zu Tag 1 und Tag 2. Solltet auch ihr auch auf Need for Speed Payback freuen, schaut gerne beim eingebundenen Amazon-Link vorbei. Bestellt ihr dort, unterstützt ihr uns direkt und habt selbst keinerlei Nachteile.

Christian Sengstock

Ich liebe es, dank Games und anderen Bereichen des Entertainments in neue Welten abzutauchen und mich von aktueller Technik begeistern zu lassen. All dies mit euch zu genießen, ist der Antrieb hinter Gamer’s Potion.

7 Gedanken zu „Gamescom 2017 – Preview zu Need for Speed Payback

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