Ein Monitor über 24 Zoll ist euch zu schade, um nur für trockene Büroarbeit, Studienprojekte oder Schulaufgaben herzuhalten? Genau so geht es uns auch. Deshalb haben wir den Philips BDM4037UW/00, der mit 40 Zoll, 4K-Auflösung und Ultra-Wide-Color-Funktion zumindest auf dem Papier ordentlich Potenzial hat, getestet. Der Preis liegt mit unter 650 Euro im humanen Bereich. Das Panel ist jedoch auch ein aktuelles und hat deshalb auch aktuelle Probleme. Was das genau bedeutet beziehungsweise welches die Schwächen und die Stärken des Philips Monitors liegen, haben wir für euch ergründet.

TV oder Monitor – Beim Philips BDM4037UW/00 verschwimmen die Grenzen

Dass der BDM4037UW/00 größer ist, als der Durchschnitts-Monitor, das merkt man nicht nur an seiner Verpackung. Auf ergonomische Aspekte wie einer Verstellbarkeit in der Höhe verzichtet er. Gerade bei Monitoren für professionelle Anwender ist das nicht normal. Er lässt sich lediglich nach vorne und hinten neigen. Während wir beim Philips 328P6VJEB/00 die Verarbeitung und die Touch-Buttons kritisierten, erwartet uns beim jetzigen Testgerät ein anderes Bild. Kunststoff weicht hochwertigerem Aluminium und die Touch-Bedienung wird gegen einen Stick auf der Rückseite eingetauscht. Die Ausmaße des schlanken Panels sind imposant und werden durch den leicht gebogenen Screen wortwörtlich elegant abgerundet.

Auf dem Aluminium-Fuß steht der Monitor sicher und die weiße Rückseite fügt sich gelungen ins optische Gesamtbild ein. Ein schicker Aspekt, der ein großes Gefahren-potenzial bietet, ist die glänzende Front des Bildschirms. Optisch ist der 4K-Bildschirm insgesamt sehr hochwertig und steht selbst aktuellen Fernsehern, die sich ansehnlich in den Wohnraum eingliedern müssen, in nichts nach.

4K Monitor Philips BDM4037UW_00 Ultra Wide Color Review 2

Unspektakulär aber effektiv

Die Steuerung des Panels funktioniert denkbar einfach. Der kleine Stick auf der Rückseite navigiert euch sicher durch die einzelnen Menüreiter und Punkte. Diese sind natürlich auch in deutscher Sprache verfasst und übersichtlich. Auf sämtliche Einstellungen des Monitors habt ihr auf diese Weise zugriff. Jedoch gibt es auch eine Alternative zum körperlichen Handanlegen.

Im Lieferumfang findet ihr neben den wichtigsten Kabeln auch eine Disk, die die Steuerung via PC ermöglicht. Die Software ist sogar noch eine Ecke übersichtlicher und wirkt optisch frischer als das integrierte Menü. Bei einem Monitor dieser Größe hätten wir uns zusätzlich auch über eine Fernbedienung gefreut. Natürlich ist diese bei Monitoren nicht üblich. Für den Einsatz des Bildschirms als Multimediagerät im Wohnzimmer wäre sie aber eine tolle Ergänzung gewesen.

Der Philips BDM4037UW/00 hat einiges auf dem Kasten

Nicht nur bei der Auflösung handelt es sich bei unserem Test-Monitor um aktuelle Hardware. Dies erkennt man auch an seiner Ausstattung. Ein VA-Display mit W-LED Beleuchtung soll euch Blickwinkelstabilität und hohe Farbtreue bescheren. Die sanfte Krümmung ist unseres Erachtens eher eine Frage von Design und Geschmack als eine deutliche Verbesserung gegenüber Flat-Screens. Die eingebauten Lautsprecher liefern eine akustische Grundversorgung, leisten aber nicht mehr, als wir es von anderen Herstellern mit flachen Displays ebenfalls gewohnt sind.

Neben zwei HDMI-Anschlüssen, von denen einer den wichtigen Standard 2.0 unterstützt, zwei DisplayPort-Eingängen und VGA gefallen uns auch die vier USB-3.0 Buchsen. Für weitere akustische Möglichkeiten gibt es den PC-Klinken-Eingang und einen Ausgang für eure Kopfhörer. Wir wünschten uns zusätzlich einen optischen Digitalausgang, der aktuelles Programm auch an HiFi-Anlagen weiterreicht. Die Ausstattung spiegelt die Zielgruppe wieder. Gemeint sind professionelle Anwender. Nichtsdestotrotz sind Vorabkonfigurationen für Film und Spiele ebenfalls definiert und sofort wählbar.

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Alle Anschlüsse des Philips BDM4037UW/00

Ein eindrucksvolles Farbschauspiel

Das VA-Display weiß vor allem in einer Rubrik zu überzeugen. Gemeint ist die Farbtreue. Habt ihr Foto- und Videobearbeitung im Sinn, könntet ihr euch kaum einen besseren Begleiter wünschen. Das zehn Bit-Panel bildet Farben natürlich ab. Das aktuelle HDR Format wird allerdings trotz Ultra Wide Color-Funktion nicht unterstützt. Was der Monitor allerdings mitbringt ist ein Kontrastverhältnis von 4.000:1 und eine Helligkeit von 300cd/m². Damit sind alle Voraussetzungen gegeben, um euch mit einem tollen Bild zu versorgen.

Es gibt jedoch auch ein Haar in der Suppe. Hier ist nämlich die spiegelnde Oberfläche wieder zu nennen. Sie sorgt dafür, dass ihr genau schauen müsst, wie ihr das Philips-Gerät aufstellt. Ihr wollt ihn schließlich nicht als Spiegel benutzen. Zudem spielt der Display in Sachen Geschwindigkeit nicht in der ersten Liga, was am marktüblichen 60 Herz-Display liegt. Wer UHD will, muss genau an dieser Stelle noch Einschnitte in Kauf nehmen.

Schöne, neue 4K-Welt

Der Philips BDM4037UW/00 ist als Monitor gerade für Nutzer interessant, die mehrere Quellen auf einem Bildschirm darstellen wollen. Von diesen lässt das Gerät des holländischen Herstellers nämlich gleich vier zu. Auch die, die gerne mehr Platz für Text, Tabellen, Bilder oder Videos haben, fahren richtig. Für Gamer und Film- beziehungsweise Serienfans kommt es auf die richtige Einstellung ab. Ohne die vorherige Wahl des Spiele-Modus, der sich für uns allgemein als die beste Option herausgestellt hat, haben wir starkes Ghosting bis hin zu Negativbildern festgestellt. Im Spiele-Modus waren diese Erscheinungen nicht mehr vorhanden.

Unter dem Strich gibt es für die reine Gaming-Performance jedoch schnellere Monitore. Wir können uns aber auch nicht vorstellen, dass Gamer ihre FPS am liebsten auf einem 40 Zoll-Curved-Monster spielen. Wer in das Ägypten von Assassin’s Creed, die Welt von The Witcher oder das kommende The Shadow of the Colossus abtauchen will, wird definitiv auf seine Kosten kommen.

Unser Fazit zum Philips BDM4037UW/00

TestAuszeichnungOberklasseKleinAls 40 Zoll-Monitor steht der Philips BDM4037UW/00 in seiner Preisklasse beinahe allein auf weiter Flur. Natürlich ist er nicht der beste Gaming-Monitor und auch nicht der beste Monitor für Bildbearbeitung. Aber dafür bietet er einen Haufen Platz und ist mit seiner Größe eine ganz besondere Erscheinung, die sich dafür als 4K-Monitor verhältnismäßig wenige Schwächen erlaubt. Würden wir den Bildschirm als reinen Gaming-Monitor bewerten, läge unsere Bewertung noch immer bei 6-7 von 10. Als Gesamtpaket hat sich das Panel unseren Award aber redlich verdient. Natürlich lohnt es sich ab 40 Zoll auch einen Blick auf aktuelle TV-Geräte zu werfen. Aber auch dort muss die gebotene Qualität erst einmal gefunden werden. Die CES hat uns bereits gezeigt, dass auch größere Gaming-Monitore unterwegs sind. Wir dürfen also gespannt sein, was die Zukunft bringt.


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Alternativen gibt es natürlich zu Hauf. Da wären zum Beispiel in der UHD-Riege der Philips 328P6VJEB/00, der LG 32UD89-W und der AOC AGON AG271UG. Wer sich eher nach einem größeren Gerät sehnt, dem können wir einen tollen 4K TV von LG empfehlen. Hier der Test zum LG 55C7D. Einen Einblick in die AOC-Monitore der Zukunft erhaltet ihr hier.

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